Geschenke für Menschen, die schon alles haben!

Adventskalender 2019 - 12. Türchen

Allmählich wird es Zeit, noch fehlende Geschenke zu besorgen. Und wie jedes Jahr zu Weihnachten (und vielleicht auch zum Geburtstag) überlege ich, worüber sich Menschen, die mir besonders am Herzen liegen, auch entsprechend freuen würden. Wenn man Glück hat, fiel über das Jahr schon das ein oder andere Mal ein entsprechender Kommentar, der zumindest darauf schließen lässt, was jemand braucht oder gern hätte. Doch was, wenn nicht? Und was, wenn man auch das Gefühl nicht los wird, dass jemand doch eigentlich gar nichts braucht? Was schenkt man Menschen, die schon alles haben?

Praktische Geschenke, die man immer gebrauchen kann

Es gibt ganz alltägliche Dinge, die einen gewöhnlichen zu einem außergewöhnlichen Moment machen, weil sie ein Geschenk von jemandem sind. Und es gibt eben Dinge, die kann man einfach immer gebrauchen. Einige Jahre lang brauchte ich ganz offensichtlich dringend Duschzeug in verschiedenen Duftrichtungen. Zumindest, wenn es nach meiner Oma ging. Aber es ist ja schon etwas dran. Jeder Mensch, den wir beschenken, benutzt Duschzeug. Zumindest hoffentlich. Je nachdem, wie gut ich jemanden kenne, finde ich auch wirklich nichts verkehrt daran, einen guten Duft rauszusuchen – gerade vor Weihnachten gibt es immer wieder fertige Pakete in unterschiedlichen Zusammenstellungen (Shampoo, Duschgel, Bodylotion usw.).

Generell eignet sich das Badezimmer als guter Ideenpool für derartige Geschenke: Zum Beispiel kann man mit einer speziellen Seife durchaus Menschen eine Freude machen. Sie riecht vielleicht etwas anders oder hat eine besondere Form, sodass selbst das alltägliche Händewaschen ein kleiner, besonderer Moment werden kann, in dem man an mich denkt. Wenn jemand eine Badewanne hat, ist auch ein toller Badezusatz eine tolle Idee. Ich signalisiere damit auch immer: Nimm dir etwas Zeit für dich, genieße und entspanne. Du hast es verdient! Und wenn einem nun wirklich gar nichts anderes praktisches einfällt, schenkt man einfach Topflappen. Denn, wie wir von Renate Bergmann gelernt haben: „Über Topflappen freut sich ja jeder!“

Seife als Geschenk

Selbstgemachte Geschenke: Besser als ihr Ruf?

Was als Kind absolut selbstverständlich ist, wenn man den Eltern etwas schenken möchte (und worüber sie sich ganz offensichtlich auch riesig freuen), gerät mit zunehmendem Alter immer mehr aus der Mode. Aber warum eigentlich? Der Einkaufszettel-Halter, den mein Vater geschenkt bekommen hat, hängt auch Jahrzehnte später noch in der Küche. Natürlich schadet es nicht, den Geschmack der Person, die man beschenkt, auch ein wenig zu kennen. Ich zum Beispiel habe schon selbstgebaute Bücherregale, Stehlampen, Garderoben und ein Schlüsselbrett bekommen.

Was auch alle Menschen brauchen, ist Essen. Warum also nicht ein selbst zusammengestellter Fresskorb? Hier eine außergewöhnliche Sauce, da eine besondere Süßigkeit und ein spannendes Gewürz, dazu als Begleitung zum Essen ein edler Tropfen – zumindest ich denke dann beim Verzehren immer an die Person, die mich beschenkt hat. Das gilt natürlich ganz besonders, wenn das Essen selbstgemacht ist – zum Beispiel Marmelade, aromatisiertes Salz usw. Wenn man sich unsicher ist, hilft natürlich der Trick, in die Kiste der ersten Kategorie zu greifen. Zum Beispiel lassen sich Seife oder Duschzeug auch mittlerweile recht einfach selbst zusammenstellen. Und – für alle, die den Adventskalender aufmerksam verfolgen – auch weihnachtliche Getränke sind eine gute Geschenkidee. Zum Beispiel auch selbstgemacht. Wie das geht, lässt sich hinter dem 8. Türchen nachlesen.

Marmelade als Geschenk

Selbstgemacht mal anders: Das Weihnachtsessen als Geschenk!

An den Weihnachtsfeiertagen, die wir mit Oma und Opa verbrachten, war Oma früher traditionell für das Essen zuständig. Das war immer wirklich lecker – aber immer auch viel Arbeit und Stress für Oma, zumal wir nicht nur älter wurden und entsprechend mehr Essen brauchten, sondern irgendwann auch noch in Begleitung zum Weihnachtsessen kamen – und entsprechend noch mehr Essen nötig war. Natürlich war und ist Oma nicht unbedingt der Meinung, dass sie das nicht meistern kann und hat damit wahrscheinlich auch Recht. Aber es geht doch eine Menge vom Weihnachtsfest für sie verloren. Und für uns von unserer Oma.

Also haben wir irgendwann beschlossen, gemeinsam als Familie – Geschwister und Papa – das Weihnachtsessen zuzubereiten. Als Geschenk. Wir überlegen, wer welchen Gang übernimmt und überraschen Oma und Opa und uns untereinander damit, was es an Weihnachten zu essen gibt. So ist das Essen fast ein bisschen eine zweite Bescherung für alle. Und gleichzeitig ein besonders wertvolles Geschenk. Weil so alle etwas kreatives beisteuern und doch auch alle etwas gemeinsame Zeit haben. Und Oma und Opa den Abend mit der Familie ganz unbeschwert genießen können.

Weihnachtsessen als Geschenk

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Kann man Erinnerungen verschenken? In den letzten Jahren ist es in unserer Familie ein wenig zur Mode geworden, Fotoalben und -Bücher von gemeinsamen Erlebnissen und Erinnerungen zu erstellen und verschenken. Davon haben dann nicht nur die beschenkten Personen etwas, sondern alle sind neugierig und wollen zumindest mal einen Blick hinein werfen. Und das nicht nur am Weihnachtsabend, sondern immer mal wieder, wenn sie in Erinnerungen schwelgen wollen.

Auch, wenn es im vergangenen Jahr vielleicht kein großes gemeinsames Erlebnis gab oder nicht genug Bilder davon, um daraus ein ganzes Buch zusammen zu stellen, können Bilder oft besonders emotionale Geschenke sein. Ein Bild der ganzen Familie, der Kinder oder Enkel, in einem schönen Rahmen, zum immer wieder ansehen und daran erfreuen. Ein Kalender, mit Fotos von den liebsten Menschen oder Bildern, die sie gemacht haben, vielleicht von Orten mit besonderer Bedeutung und Geschichte. Das sind Geschenke, die immer wieder Anlass zur Freude sind.

Fotobuch als Geschenk

Das wertvollste Geschenk, das man jemandem machen kann, den man liebt!

Es mag abgedroschen klingen und im ersten Moment auch nicht besonders kreativ wirken, aber meiner Meinung nach ist Zeit für die Menschen, die man liebt und von denen man geliebt wird, das wertvollste Geschenk, das man machen kann. Denn Zeit ist oft das, wovon wir am wenigsten haben. Zu stressig ist der Alltag, sind viele Dinge, die man in seinem Leben noch vorhat, gerade macht oder nachbereiten muss. Umso größer ist die Geste, jemandem etwas davon abzugeben, und sich ganz dieser Person zu widmen.

Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Zeit zu schenken. Doch alle haben gemeinsam, dass man sie nicht nur verschenkt, sondern auch zurück bekommt. Zum letzten Weihnachtsfest schenkten alle Enkel den Großeltern einen gemeinsamen Ausflugstag an Ostern. So, wie sie das früher organisiert hatten. Schon traditionell schenken meine Paten und ich uns jedes Jahr zu Weihnachten einen Patentag. Irgendwann im neuen Jahr verbringen wir einen Tag zusammen, unternehmen etwas, das wir meist gemeinsam überlegen. Ja, natürlich, das kostet auch meistens Geld, aber das wichtige am Geschenk ist eben die Zeit, die man miteinander verbringt.

Die meisten Geschenke schenkt man jemandem. Zeit schenkt man einander.

Merry Blogmas: 24 Türchen – 3 Blogs – 1 Adventskalender

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