Happy Halloween!

Happy Halloween! Zwei Worte die allein schon viel von dem ausdrücken, was dieser Tag, der mittlerweile alljährlich große und kleine Monster auf die Straßen jagt, nicht ist: Ein deutscher Feiertag.

Eine sehr bekannte Internet-Enzyklopädie beschreibt diesen Festtag voller Süßigkeiten und Streiche unter anderem so:

„Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.“

Benannt nach dem Abend vor Allerheiligen, dem eigentlichen Feiertag, ergibt sich daher auch der Bezug zum Totenreich – den Toten wird an diesen Tagen schließlich gedacht.

„Der bekannteste Brauch in Nordamerika besteht darin, dass Kinder von Haus zu Haus gehen und mit „Süßes oder Saures“ (englisch trick or treat ‚Streich oder Leckerbissen‘) die Bewohner auffordern, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Verkleidungen sind zu Halloween sehr beliebt. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches. Typische Halloweenfarben sind schwarz, orange, grau, weiß, gelb und rot.“

„…und Ähnliches“

„Ähnliches“ gewinnt dabei immer mehr die Überhand. TV, Zeitungen, Internet – überall wird man überschüttet von Kürbisfratzen und denen von Feierwütigen, Kindern und Werbestars. Dabei ist es mittlerweile schon nicht mehr wichtig, sich wirklich zu verkleiden, etwas darzustellen. Hauptsache gruselig muss es sein. Oder zumindest so, dass man mit viel Fantasie diese Absicht erkennen kann. Für jedes Kostüm, das etwas Bestimmtes darstellt, bringe ich noch einigermaßen Verständnis auf. Ein bisschen Blut, weil es alle machen? Na ja…
Aber wer weiß denn auch schon, was man da gerade feiert? Und warum? Und wie es eigentlich wirklich geht? Es kommt aus Übersee, ist angesagt und alle machen mit. Macht ja auch Spaß. Und die Wirtschaft kurbelt es dabei auch noch an.

So richtig mitgerissen hat es mich dabei bislang noch nicht. Ich singe lieber in zwei Wochen wieder Sankt-Martins-Lieder. Wie damals schon als Kind. Sankt-Martins-Lieder singen? Ja, irgend so ein veralteter mitteleuropäischer Brauch.
Und heute Abend lehne ich mich auf der Couch zurück, genieße das TV-Programm und ein kühles Bier. In diesem Sinne: Happy Halloween!

>> Süßes oder es gibt Saures! <<

aus den USA

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