2014, Kunst & Kultur

flourish103/ Dezember 30, 2014/ Emotionen, Persönliches, Politik/ 0Kommentare

Atemlos. Nicht erst seit der Fußball-WM, aber danach umso mehr. Es ist der Hit des Jahres. Ende 2013, beim ansehen der Konzert-DVD von Helene Fischer, sagte ich, dass ihr dieser eine große Erfolg, dieser Hit, den jeder kennt und mit ihr verbindet, noch fehlt, um den endgültigen Durchbruch zu schaffen. Etwas, woran 2014 niemand mehr zweifelt. Insbesondere mit einem Schlager hat man es dann geschafft, wenn ihn Comedians parodieren und selbst eingefleischte Pop-Song-Fans ihn nicht mehr hören können, weil ihr Radiosender ihn rauf und runter spielt. Dabei gab es viele andere erfolgreiche Songs, die das Potenzial zum „Hit des Jahres“ hätten. Ganz Köln fühlt sich „Happy“ mit Pharrell Williams, „there is no place I’d rather be“ und wir singen alle gemeinsam „auf uns“ – dank Andreas Bourani.
Bei den alltäglichen abendlichen Feiern mit Open-Air-Konzerten bei 20°C auf der Medals Plaza in Sotschi tritt unter anderem Thomas Anders auf. In Russland ein absoluter und gefeierter Superstar. Womit, abgesehen von wieder einmal sportlichen Höchstleistungen, eigentlich alles gesagt ist über Sinn und Unsinn der Olympischen Sommerwinterspiele in Putins Badeort.
Im Kino sehen wir eine Spielzeugwelt mit ganz neuen Augen und dreidimensional und begeben uns auf die letzte Reise nach Mittelerde. „Gravity“ setzt neue Maßstäbe, kommt mit nur zwei Schauspielern aus und räumt trotzdem (oder gerade deshalb) bei den Oscars ab. In den Medien ist Ebola die vorherrschende Krankheit, im Kino gründen zwei eigentlich gutaussehende, für ihre Rollen aber bis zur Unkenntlichkeit entstellte Schauspieler im Aids-Drama den „Dallas Buyers Club“ und werden mit Oscars als bester Haupt- und Nebendarsteller belohnt.

Für mich persönlich schließt sich mit einer medialen Erfolgsgeschichte auch ein kleiner Kreis. VOX startet ein Experiment, bei dem sieben Musiker unterschiedlicher Genres in Südafrika zusammen kommen und ihre  untereinander tauschen. Jeder singt einen Song des anderen. Ein Riesenerfolg und für mich jede Woche ein Erlebnis, wenn Schlagerstars Xavier Naidoo interpretieren und Sarah Connor in einer Version von den Guano Apes erklingt.
Seit Jahren schon bin ich großer Fan der Musik und Text von Gregor Meyle. Kaum jemand, dem ich von ihm erzähle, kennt diesen Namen, geschweige denn die Musik. Aber fast jeder, der sie hört, kann sich dafür begeistern. Dank „Sing meinen Song“ landen in einer Woche im Jahr 2014 gleich mehrere Alben Gregor Meyles gleichzeitig in den Top 10 der deutschen Charts. Und ich bin ein bisschen stolz darauf, einen plötzlich von vielen so gemochten Sänger schon vor dem Mainstream für gut befunden zu haben.

Noch stolzer bin ich auf das, was mein persönlicher, kleiner Zinnsoldat in diesem Jahr geschafft hat. Ein erstes Album mit der gesamten Band, Präsenz in den unterschiedlichsten Medien, verschiedene Tageszeitungen, Facebook, YouTube, TV. 2014 erscheint die erste ganz offizielle Single von JULE ROCKT! – samt Musikvideo. Und wenn die Sängerin dann auch noch auf der eigenen Hochzeit auftritt, kann man ja gar nicht anders, als stolz zu sein auf und froh über die kulturellen Ereignisse dieses Jahres.

Aus diesen und anderen Gründen ist 2014 ein besonderes Jahr für mich. Mehr davon erzähle ich morgen.

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