​Weltpremiere in Detmold

flourish103/ Januar 31, 2017/ Projekte/ 0Kommentare

JULE ROCKT! im Kaiserkeller in Detmold.
Endlich komme ich wieder in den Genuss eines ihrer Konzerte. Das ist schon viel zu lange her. Die Musik macht Spaß, die Texte auch – doch sie tun zuweilen auch weh, wie es Gesellschaftskritik eben oft tut. Da ist „Sucht“ – über Drogen, falsche Freunde, „Könige“ – mit hochaktuellem politischem Bezug, das große Staatsoberhäupter, eben Könige besingt: „Über Leichen würden sie nie gehen“ und ähnliche positive Charakterisierungen, gefolgt von einer eindeutigen Botschaft: „Das bist du nicht und wirst du auch nie sein. Du tust mir Leid!“
JULE ROCKT! mit TrompeteBei „Luftsprung“ greift Sängerin und Gitarristin Kathleen zum Erstaunen der meisten Anwesenden zur Trompete. JULE ROCKT! ist eben in vieler Hinsicht Vielseitigkeit. Überraschung. Ein Gefühl, das immer wieder auftaucht.

Viele Worte machen sie nicht. Hier eine kurze Erklärung zum nächsten Lied, da ein Hinweis auf den Merch. Aber was sie sagen, passt.
Man soll sich einen Button mitnehmen und „für immer an den traumhaften Abend heute erinnern.“

Nach gefühlten zehn Liedern sagt Tim an der Gitarre: „Ihr habt es vllt gehört, wir singen auf deutsch.“
Gelächter.

„Das nächste Lied ist ein Liebeslied“ – „Was? Aha!“ – Danach: „Das nächste Lied ist auch kein Liebeslied.“

Nun kommt „unser nächster neuer Song. Weltpremiere.“ In Detmold. Wahnsinn.

Vier sind JULE ROCKT!
Hinter den bereits genannten sitzt Alex am Schlagzeug. Es reden meist Tim und Chrepp, Kathleen hält sich mit gesprochenem Wort eher zurück. Sie lässt die Songtexte für sich sprechen. Und das kann sie auch.
Zum Beispiel „Atemzug“. Der baut auf.

„Dieser Atemzug, der dich heimsucht, dieser Atemzug, der tut so gut.“

Plötzlich ist Schluss.
„Danke, dass ihr da wart.

Ihr dürft auch gerne noch für den letzten Song bleiben. Ist gar kein Problem.“

Das Konzert endet im Rausch der Farben, Wechsel der Stimmungen und Melodien. Der letzte Text könnte also nicht passender sein:

„Du bist ein fabelhaftes Chamäleon!“

JULE ROCKT! im Kaiserkeller in DetmoldDer Kaiserkeller in Detmold fordert die obligatorische Zugabe, die Band ist überrascht – und lässt kurzerhand das Publikum entscheiden:
„Leichter oder schwerer Text? La La oder La Da?“

Sie spielen ein zweites Mal ihre Single von 2013.
„Damals war das ein Knaller. Heute dann also quasi schon Out.“ – „Quatsch. Ein Klassiker!“
Der Song heißt „Nass bis auf die Socken“.
Kathleen erinnert die Zuhörer: „Das ist der Song mit dem einfachen Singen aber mit dem schweren Klatschen.“ Und prompt versingt sie sich bei den ersten Zeilen. Zwei mal. Und alle finden es toll. Es gibt Applaus für Fehler und überzeugende Natürlichkeit. Dann singen alle mit. La Da. Und klatschen sogar während des Liedes im Rhytmus, obwohl es so schwer ist. Kathleen singt passend:

„Ich bin trotzdem glücklich, auch wenn es manchmal schmerzt.“

Es folgt La Da im Echo und Dauerschleife durch den Kaiserkeller.
Und am Ende sind es alle.

Kaiserkeller in Detmold

Links: JULE ROCKT! Website & Facebook

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